TRANSMAMA – MAMAN TRANS

[Deutsch kommt unten]

Dans ses dessins et sketches présentés depuis l’été 2017 sur son Blog «Maman Trans» Claire Lemaire raconte des situations quotidiennes avec sa fille. Ce sont des histoires qui font rire pour l’esprit et l’intelligence de la petite (et de la grande), mais surtout font réfléchir au défi d’expliquer à un enfant ce qu’est la transidentité et justement de l’accompagner dans ce processus de compréhension.

À côté des sketches à découvrir entre la mère Claire et la fille Luna, on y trouve également les deux premiers chapitres de «L’histoire du prince qui était malheureux ». Alors que les premiers vivent de la dynamique des caractères des protagonistes – intelligemment mis en scène par Claire, qui est graphic & web designer par profession – le dernier est plus directement destiné à des enfants. L’idée, c’est de permettre aux enfants de développer un sentiment et de capter par un accès émotionnel ce que c’est qu’une transition. Le prince représente les personnes qui se rendent compte que leur corps et le regard de l’extérieur ne correspondent pas à leur propre vision et d’expression de genre. Et ces personnes, voilà, ça peut être des ami.e.s, des parents ou aussi bien elles.eux-mêmes. Pas de discours pathologiseant, pas de grandes paroles, pas de concepts discursivement hyper compliqués, le blog » Maman Trans « c’est juste de l’empathie, de l’affection, de l’humour et un art narratif condensé dans des pointes désarmantes.

Vous voulez pleurer de joie ? You’re welcome !

Pour en savoir plus, visitez le Blog Maman Trans et le site FB ou téléchargez le numéro de janvier du magazine Jeanne.

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Seit Sommer 2017 präsentiert die wunderbare Claire Lemaire, selbständige Grafikdesignerin aus der Nähe von Paris, auf dem Blog »Maman Trans« ihre  Zeichnungen, in denen es um die alltäglichen Situationen geht, die sie als Transmama der ca. 7jährigen Luna erlebt. In den Jahren von Claires Transition hatten die beiden (und haben es immer noch) viel zu besprechen, erklären, verstehen, verhandeln aber auch zu testen und auszuhalten. Dies spiegelt sich in den genauen und witzigen Beobachtungen wider, die von den Mutter-Tochter-Sketchen eingefangen werden.

Darüber hinaus gibt es auf dem Blog den Beginn des Märchens »Der unglückliche Prinz«. Hier zielt Claire stärker auf eine kindgerechte Vermittlung von Transidentität. Wie sie im Interview des Magazins Jeanne schreibt, hätte Claire sich vor Jahren schon gewünscht, etwas Französischsprachiges über Transeltern zu finden, um sich nicht allein zu fühlen, sich austauschen zu können und nicht jede Erfahrung so unvorbereitet zu machen, als wäre sie die erste auf der Welt, der das passiert.

Da ihr das Netz hier keine Hilfe war, hat Claire nun ihren eigenen Blog gemacht. Denn das Internet ist zwar für Trans* eine wichtige Plattform des Austauschs, doch die Lebensrealität einer Mutter ist stark verschieden von der Kinderloser und das nicht nur in Bezug auf peergroups, juristische Belange, Sorgerechtsfragen und Verantwortung. Transeltern müssen auch Worte finden, die Kinder verstehen, und sie müssen (vielleicht ist es auch eher ein Dürfen) sich damit auseinandersetzen, was das Gesagte mit den Kids macht, wie sie es verarbeiten und was von ihnen zurückkommt.

Mit ihrem erzählerischem Talent für Pointen verdichtet Claire alltägliche Situationen zu punktgenauen Narrativen. Diese quellen über vor Humor, Einfühlsamkeit und Zuneigung. Und aufgrund dieser Schönheit, der Liebe, aber auch der Flausen von Luna und von Claire ist der Blog witzig, berührend und löst großen Respekt aus. Wer mal aus Freude heulen will: Vous êtes les plus bien venu.e.s !

Hier sind die Links auf den Blog Maman Trans, auf die dazugehörige Facebookseite und auf die Januarausgabe des Magazins Jeanne, die das erwähnte Interview enthält.

März 11th, 2018|Categories: Beitrag, Publikation|Tags: , , , , , |

Gerade wenn wir geschriebenen Text und Sprache zu unserem Spielfeld machen, müssen wir die Sensibilität für Begriffe und Zuschreibungen schärfen.