Gerade wenn wir geschriebenen Text und Sprache zu unserem Spielfeld machen, müssen wir die Sensibilität für Begriffe und Zuschreibungen schärfen.

QUEERES VERLEGEN #1, Edition 2015

›Queeres Verlegen #1‹ war ein Pilot – der Versuch einer Vernetzung all jener, die Inhalte aufnehmen, gestalten und wieder zurückspeisen in die politischen Diskussionen und Kämpfe. Es war zugleich ein Zusammentragen verschiedener queerfeministischer Publikationen zum Durchblättern und Angucken.

Der Verein TrIQ hat uns zwei Räume zur Verfügung gestellt. In dem einen konnte man Bücher, Zeitschriften, Zines und deren Verleger_innen erleben und im zweiten machten wir Lesungen und Gespräche.

Den Begriffen „queer“ und „feministisch“ ist ihr politischer Kern nicht zu entreißen. Queeres Handeln hat viele Ausdrucksweisen. Eine davon ist Publizieren. Ob Punkrock im Eigenverlag oder etwas etablierter in Verlagsformationen, die oft kollektiv organisiert sind, wird eine wilde und gute Arbeit gemacht. Es ging uns mit der Messe darum, einander zu sehen und irgendwie zu kapieren, dass auch jede noch so kleine Publikation nicht nur die Fussel sein kann, an der sich das Getriebe festhakt, sondern auch ganz stark unseren eigenen Blick darauf bestimmt, wie wir die Welt sehen und was wir für ein Gefühl dafür haben, wo linke Kämpfe gegen Diskriminierungen am Ende des Jahres 2015 standen.

/// Die Bilder dürfen nicht ohne unser ausdrückliches Einverständnis weiterverbreitet werden. Fragen gerne an presse(at)queeres-veregen.org ///

  • NoNo Verlag
  • TrIQ e.V., TransInterQueer
  • an.schläge, das feministische Magazin
  • Gladt e.V., Gays & Lesbians aus der Türkei
  • Brav_a, {spanisch: tapfer, mutig, wild, wütend}
  • fiber, werkstoff für feminismus und popkultur
  • KRASS, kritische assoziationen
  • LesMigraS
  • b_books, publishing . MontagsPRAXIS . film
  • Edition Assemblage, Begleiterscheinungen emanzipatorischer Theorie und Praxis
  • w_orten & meer, Verlag für antidiskriminierendes Handeln
  • International Women Space
  • Zaglossus
  • kaos GL
  • Die Preziöse
  • The Irksome Institut
  • Kiralina, schickt Pakete in Berliner Frauenknäste
  • Yilmaz-Günay
  • Erfahrungen queerer Autor_innen im Mainstream
    Diskussion über politische Fragen, die sich aus der Reibung zwischen ihrem Selbstverständnis und der Arbeit in einem Umfeld außerhalb der linken Queerblase ergeben. [Margareth Obexer | Jayrôme C. Robinet | Tucké Royale] 

  • Übersetzen als politische Praxis
    Offenes Gespräch zu Politiken, Macht und Ohnmacht in übersetzerischer Arbeit. Wir wollen gemeinsam Worte finden, Fragen stellen, Strategien austauschen und Konflikte produktiv machen.
  • Queeres Verlegen und Vernetzen – Vom Erklären, was ein queerer Verlag ist, und warum das Scheitern daran nie unwesentlich ist. Oder: Ach, schick doch einfach mal dein Manuskript!
  • steff urgast liest aus „goodbye gender“ von rae spoon und ivan coyote, stellt den verlag vor und  lann hornscheidt spricht über „antidiskriminierendes verlegen: was können bücher?“ [w_orten & meer]
  • Die Macher_innen lesen aus der Brav_a, einem queer-feministischen Zine im Stil einer Jugendzeitschrift.
  • Dan Christian Ghattas liest aus „Inter – Erfahrungen intergeschlechtlicher Menschen in der Welt der zwei Geschlechter“ [NoNo Verlag]
  • Lesung aus „In our own words“ [International Women Space]
  • Nicole Alecu de Flers liest aus „Atalanta Läufer_in“ von Lilly Axster [Zaglossus]